Country

Die Geschichte der Country Music
Die Wurzeln der Country Music reichen bis ins Mittelalter zurück. In England, Schottland und Irland wurden damals vor allem Geschichten erzählt. Mit Musik hatten diese Geschichten kaum etwas zu tun, denn Instrumente wurden nicht gerade häufig mitgeführt, da sie zu schwer waren und sich schlecht transportiere ließen. 
Erst als die Geige erfunden wurde und im 17. Jahrhundert ihren Siegeszug durch Europa antrat, begleiteten die Erzähler ihre Geschichten auf dem neuen Instrument. Als auch diese fahrenden Sänger vor dem englischen Gesetz und der Kirche nach Amerika flohen, nahmen sie die Geige auf die Reise in die neue Welt mit. Das Instrument war leicht zu transportieren und nahm kaum Platz in ihrem Gepäck ein. Auf diese Weise wurde die Geige zu einem der dominierenden Instrument in der frühen amerikanischen Musik, aus der sich die Country Music entwickelte. 
In ihrer reinsten und schönsten Form wurde sie im Südosten des neuen Landes gespielt, und blieb in den späteren Bundesstaaten Georgia, Virginia und West Virginia. Kentucky und Tennessee blieben nach dem Unabhängigkeitskrieg am längsten von der Zivilisation unberührt und wurden zur Heimat eines erdverbundenen und konservativen Menschenschlages, der in der Abgeschiedenheit der Berge ein karges und einsames Leben führte. 
Ohne die veränderten Einflüsse neuer Siedler und Einwanderer blieb die Lebensform und auch die Musik in ihrer ganzen Ursprünglichkeit erhalten. 
Das änderte sich erst mit dem Beginn des 19. Jahrhunderts, als sich mutige Pfadfinder einen Weg durch die Wildnis bahnten und den Weg für nachkommende Siedler ebneten. Indianer wurden unterworfen oder nach Westen verjagt und furchtlose Arbeiter trieben die ersten Schienen der Eisenbahn durch das unberührte Land. 
Die Zivilisation eilte mit Riesenschritten nach Westen und nahm keine Rücksicht auf die Ureinwohner und Hillbillies, wie die weiße Bevölkerung genannt wurde. Die Ortsansässigen waren nicht besonders gut auf die Eisenbahn und schon gar nicht auf die schwarzen Arbeiter zu sprechen, aber sie fanden großen Gefallen an ihren wehmütigen Liedern und dem Instrument, auf dem sie ihre Lieder begleiteten. 
Die Gitarre war zur damaligen Zeit nicht unbekannt in Amerika.
Sie galt als Instrument der vornehmen Oberschicht, die sie fast ausschließlich zur Begleitung klassischer Weisen benutzte. In den rauen Händen der dunkelhäutigen Arbeiter klang das Instrument ganz anders – vor allem ehrlicher – und machte einen solch nachhaltigen Eindruck auf die Farmer des Südens, dass es schon bald in ihrer Musik dominierte. 
Vor der Übernahme des neuen Instruments war die anglo-amerikanische Musik in erster Linie durch den fehlenden Rhythmus gekennzeichnet gewesen, eine charakteristische Eigenart, die man noch heute bei den alten irischen Volksliedern beobachten kann. 
Mit der Ankunft der schwarzen Arbeiter bekam die Musik der Farmer jenen rhythmischen Drive, der auch die moderne Country Music auszeichnete und beinahe zu einem Charakteristikum für sie geworden ist. Im fernen Westen und im Südwesten des nordamerikanischen Kontinents nahm die Musik eine ähnliche Entwicklung. 
Dort übernahmen die Siedler die Gitarre von den Spaniern, die nicht nur Mexiko, sondern auch den südwestlichen Teil von Nordamerika besetzt hatten. Der balladenhafte und sehr gefühlvolle Stil der Spanier wurde zu einer bedeutenden Stilrichtung in der amerikanischen Volksmusik und später auch in der Country Music. 
Künstler wie MARTY ROBBINS und FREDDIE FENDER feierten große Erfolge mit ihren wehmütigen “Down at the border”-Liedern. 
Das Banjo, von vielen als charakteristischstes Instrument der Country Music gepriesen, fand erst verhältnismäßig spät Eingang in der amerikanischen Musik. Wie schon die Gitarre wurde es besonders von der Bevölkerung in den Bergen geschätzt, weil es ihrer Musik mit Gitarre Banjo und Fiedel neue anregende Impulse verlieh. 
Die Menschen in den Appalachen brachten es zu einer wahren Meisterschaft auf dem fünfsaitigen Instrument, und virtuose Künstler wie EARL SCRUGGS machten es weltberühmt. 
Mit dem Beginn des 20. Jahrhunderts brach eine gewaltige Einwanderungswelle über die neue Welt herein.
Aus Europa kamen Mandoline, Akkordeon und die Harmonika und aus den polynesischen Ländern die Ukulele und die Hawaii-Gitarre. 
Sie beheimateten eine Musik, die der Country Music einen entscheidenden Anstoss gab und sie wie keine andere ausländische oder exotische Musik beinflusste.
Die polynesische Musik hatte eine erstaunliche Ähnlichkeit mit der Western Music der weiten Prärien und ergänzte sich auf großartige Weise mit ihr. 
Es dauerte nur wenige Monate, bis die hawaiianische Art, eine Gitarre zu spielen, auch bei den amerikanischen Siedlern Anklang fand.
Dabei wird die Gitarre flach auf den Schoss gelegt und wie eine Zither gezupft. In der linken Hand hält der Spieler einen Stab aus Stahl, den er über die Griffleiste schiebt und auf diese Weise einen klagenden Laut erzeugt. (später wurde dann daraus die DOBRO entwickelt) 
Das Jammern wurde so etwas wie ein Markenzeichen der Country Music und war besonders in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts bei den Musikern und ihrem Publikum beliebt. 
Keine Vaudeville-Truppe (=Varieté – Kabarett-Truppe) ging ohne dieses Instrument auf Tournee.
Um die Mitte der 30er Jahre wurde die Hawaii-Gitarre perfektioniert und zu einem eigenständigen Instrument entwickelt. Sie konnte jetzt elektrisch angeschlossen und verstärkt werden und bekam auch einen eigenen Namen: STEEL GUITAR. 
Diese Bezeichnung bezog sich auf den kleinen Stab aus Stahl, der überall als ‘Steel’ bekannt war. Ihren entscheidenden kommerziellen Durchbruch erlebte die Steel guitar allerdings erst 1954, als WEBB PIERCE mit seinem “Slowly” einen riesigen Hit landete, und der klagende Sound der Steel guitar zu einem Synonym für Country Music wurde. 
Heute ist die Steel guitar aus der Country Music nicht mehr wegzudenken und fand sogar in Rock und Pop Eingang. 
Mit ersten Hits in den 20er Jahren hat sich die Country Music zur eigenständigen Musikform entwickelt, die zwar auf alten Texten und Melodien basierte, doch unter verschiedenen Einflüssen ein total neues Gesicht bekommen hatte.
Ihre Popularität war groß, beschränkte sich aber auf ländlichen Bezirke und war noch nicht bis in die dichtbesiedelten Gebiete des Kontinents vorgedrungen. 
Das änderte sich erst mit Aufkommen des Radios und Erfindung des Phonographen, der in den späten 20er Jahren für Furore sorgte. Geschäftstüchtige, talenthungrige Produzenten erkannten das musikalische Potential, das in den Bergen des amerikanischen Südostens brach lag, und holten die Hausmusiker von ihren Farmen ins Studio. 
Die Gründung der GRAND OLE OPRY und anderer Barn Dances, über bekannte Radiostationen wie „WSM“ und „WLS“ ausgestrahlt, standen am Beginn einer Ära, die allgemein als Beginn der Country Music angesehen und als Stunde Null in die Annalen einging. 
Damals waren Lieder und Melodien dieser Farmer noch als ‘Old-Time Music’ oder ‘Folk Music’ bekannt. Viele Rundfunk Sendungen verschafften der Country Music zwar eine ungeheure Popularität, brachten allerdings den Künstlern kaum Geld. 
Es handelte sich fast ausschließlich um Farmer und Feldarbeiter, die zu ihrem reinen Vergnügen sangen und meist erstaunt waren, wenn sie vom Radiosender ihre Spesen ersetzt bekamen. 
Erst einige Jahre später sorgte die neue Platten-Industrie dafür, dass aus Farmern gut bezahlte Stars und aus der Old-Time Music ein Industriezweig wurde, der nicht nur einigen Radiostationen Profit brachte. 
Mit der ersten Country Aufnahme, die 1922 auf Platte gepresst wurde, bekam „Victor Records“ allerdings kaum die Kosten herein. Fiddler ECK ROBERTSON erreichte mit seinen beiden Stücken “Sally Goodin” und “Arkansas traveller” nur ein recht kleines Publikum und verschwand schon bald wieder in der Versenkung. 
Anders Texaner MARION TRY SLAUGHTER, der unter verschiedenen Pseudonymen auftrat und großen Erfolg als VERNON DALHART hatte. Seine beiden Aufnahmen “The prisoner’s song” und “The wreck of the old 97” waren Millionhits. 
Mit der wirtschaftlichen Depression in den 30er Jahren gingen auch die Plattenumsätze zurück. Manche Plattenfirmen wie „Paramount“ oder die „Columbia“ gingen sogar bankrott. Die anderen hielten mühsam durch und suchten verzweifelt nach neuen Wegen, um die Country Music zu beleben. 
Man kam auf die richtige Idee, widersetzte sich Wünschen der wenigen Puristen und beschloss, künftig auch neu komponierte und -geschriebene Songs ins Repertoire aufzunehmen. 
Neue Songs im alten Gewand – so hieß das Konzept der Produzenten, das schon nach wenigen Jahren erste Erfolge zeigte und Country Music endgültig im Unterhaltungsgeschäft etablierte. 
Bekannt ist, dass GENE AUTRY & Co. der Country Music ein riesiges Publikum verschafften, das nur über den Umweg der Filme an die Musik herangeführt wurde. Auf den Plattenverkauf hatten die Filme kaum Einfluss, von wenigen Ausnahmen wie den SONS OF THE PIONEERS einmal abgesehen, die mit ihren Liedern “Cool water” und “Tumbling tumbleweeds” riesige Hits hatten und bei Rodeos auftraten. 
Um so größer war der Einfluss, den die Filme auf das Auftreten und die Bühnen-Shows vieler späterer Country Stars hatten. Die meisten erschienen schon bald darauf im Western-Look auf der Bühne, und auch die Fans zogen sich nicht nur bunte Stetsons, sondern auch befranste Kleidung und hochhackige Cowboystiefel an. 
Unter Oberbegriff ‘Country Music’ läuft auch die ‘Cajun Music’ der französischen Siedler im Mississippi-Deltagebiet, die fest in der bewegten Geschichte dieser kleinen Volksgruppe verwurzelt ist. 
Die französischen Familien hatten 1604 Acadia (das spätere Neu-Schottland) besiedelt und wurden einige Jahrzehnte später von den Briten vertrieben. Unduldsame Seefahrer hatten sie in Schiffe verfrachtet und an der Atlantikküste Amerikas ausgesetzt. 
Da die französischen Siedler kaum englisch sprachen, schlugen sie sich bis nach Louisiana durch, das von den Franzosen erobert worden war. Im gesicherten, vertrauten Kreis ihrer Landsleute gelang es ihnen, ihre Musik zu erhalten. Sie unterlag zwar den selben Einflüssen wie deren angloamerikanische Volksmusik, im Charakter blieb sie aber unverkennbar französisch. 
Innerhalb der Country Szene als ‘Cajun Music’ bekannt. Cajun ist die amerikanische Verballhornung des Wortes Acadia, der französischen Bezeichnung für Neu-Schottland. Die Musik zeichnet sich besonders durch die beschwingte Fröhlichkeit und die Verwendung von Geige und Akkordeon aus. 
Das Akkordeon war 1829 in Wien erfunden und von deutschen Einwanderern nach Louisiana gebracht worden; davon übernahmen die Franzosen auch ihre Vorliebe für Melodien im Walzertakt. 
Obwohl NAPOLEON das besetzte Gebiet im Süden 1805 an die Amerikaner verkaufte, haben es französische Siedler fertiggebracht, als eigenständige Volksgruppe mit der eigenständigen Musik innerhalb des amerikanischen Schmelztiegels zu überleben. Während ‘Old Time Music’, ‘Cajun’ und sogar ‘Gospel’ Songs von cleveren Leuten vermarktet wurden, widerstanden die Bluegrass Musiker lange Zeit einer Kommerzialisierung. 
Diese starre Haltung hatte zur Folge, dass sich deren Bluegrass Platten kaum verkauften, die Musiker und Sänger dafür aber einen um so größeren Erfolg auf Festivals und in Konzerten haben. Ihre Fans sind eine besonders begeisterte und vor allem treue Gemeinde.
BILL MONROE, der ungekrönte König der Bluegrass Szene, behauptet, dass sich diese Form der Country Music aus den Melodien der schottischen Dudelsackpfeifer und dem Blues der schwarzen Sklaven entwickelte. 
Viele der Fans sind der Meinung, dass Bluegrass als eigenständige Form der Country Music gar nicht existiert, und es nur die besondere Musik eines BILL MONROE gibt. 
Alle anderen Künstler seien mehr oder weniger gute Nachahmer des Meisters der Mandoline. An der kühnen Behauptung ist etwas Wahres dran. 
Der in Kentucky aufgewachsene MONROE entwickelte eine so eigenständige und besondere Musik, dass er bei den ersten Plattenaufnahmen alle Gitarren spielen musste, weil die anderen Musiker mit dem neuen Sound nicht zurechtkamen, einem eher altmodischen Gitarrenspiel mit Blues-Einschlag.
Der Name BLUEGRASS wurde nach dem Gras von Kentucky benannt, das im Wind eine blaue Färbung aufweist. 
Charakteristisch für die Bluegrass Musik wurde der Klang des Banjos, das auf eine eigenwillige Art gezupft wird.
Als Erfinder dieses neuen Stils gilt der unvergleichliche EARL SCRUGGS , der von 1945-1948 zu BILL MONROE*s BLUE GRASS BOYS gehörte. Er zupfte die Melodie mit drei Fingern und einem solchen Drive, dass er keine Konkurrenz zu fürchten brauchte.
In der Country Music sind wohl am bekanntesten bei uns in Deutschland wie auch in Österreich, der Schweiz und Holland, Interpreten wie : Hank Williams (17. September 1923 – 1. Januar 1953) Geboren 17. September 1923, Georgiana, Alabama, USA – starb 1. Januar 1953, Oak Hill, W.Va.) US-Sänger und Gitarrist. Williams wurde in Armut geboren.. Er begann, Gitarre zu spielen Alter von 8 Jahren, machte sein Debüt bei Radio 13, und gründete seine erste Band, Hank Williams und seine Drifting Cowboys, mit 14 Jahren. 
Er verkörperte in seinen Songs das Anliegen der Fabrikarbeiterschicht .Sein “Lovesick Blues” wurde 1949 ein Hit . Zu seinen meistverkauften Aufnahmen wurden “I’m So Lonesome I Could Cry”, “Jambalaya”, “Your Cheatin ‘Heart” und “Hey, Good Lookin'”. 
Sein Tod durch Herzversagen am 29. Mai soll von Drogen- und Alkoholmissbrauch hergerührt haben. Er bleibt vielleicht der am meisten verehrte Figur in der Geschichte der Country –Musik . Sein Sohn, Hank Williams, Jr., hat in der „Outlaw“ Stilrichtung eine außergewöhnliche Karriere gemacht, und der Enkel von Hank Williams Hank Williams III , ist auch ein Musiker.
Oder wohl am bekanntesten : Johnny Cash
Johnny Cash (* 26. Februar 1932 als J. R. Cash in Kingsland, Arkansas, USA; † 12. September 2003 in Nashville, Tennessee, USA) war einer der einflussreichsten US-amerikanischen Country-Sänger und -Songschreiber. 
Cash war für seine markante Bassbariton-Stimme und den sogenannten „Boom-Chicka-Boom“-Sound seiner Begleitband Tennessee Three sowie seine kritischen und unkonventionellen Texte bekannt. Sein musikalisches Spektrum reichte von den 1950er Jahren mit Country, Gospel, Rockabilly, Blues, Folk und Pop bis hin zum Alternative Country Anfang des 21. Jahrhunderts. 
Legendär sind seine Konzerte in den Gefängnissen Folsom und San Quentin Ende der 60er Jahre. Johnny Cash, der den Beinamen „Man in Black“ trug, hat etwa 500 Songs geschrieben, mehr als 53 Millionen Tonträger verkauft und wurde mit 15 Grammy Awards ausgezeichnet.
Aber auch zu den bekanntesten gehört Merle Haggard
Merle Haggard wurde 1937 in der Nähe von Bakersfield geboren. Die Eltern und zwei Geschwister lebten in dieser Zeit in einem umgebauten Güterwagen. Mit zwölf Jahren brachte er sich selbst das Gitarrespielen bei. 
Seine ersten bezahlten Auftritte hatte er 1951 in Modesto. Zusammen mit einem Freund spielte er für fünf Dollar am Abend. 
1969 schrieb Haggard den Song Okie from Muskogee. Der Legende nach fuhr die Band während einer Tournee durch den kleinen Ort Muskogee in Oklahoma und es wurden ein paar Witze über den Namen gerissen. Daraus entstand ein Song, in dem ein Okie, also ein ländlicher, weißer, armer US-Amerikaner aus Oklahoma. it Okie from Muskogee wurde nicht zuletzt wegen seiner eingängigen Melodie zum Hit, und Merle Haggard über die Country-Gemeinde hinaus zu einem Begriff.
Alabama
ist eine US-amerikanische Country-Rock-Band und mit 41 Nr.-1-Hits und mehr als 65 Millionen verkauften Tonträgern eine der erfolgreichsten Bands aller Zeiten. Die auf benachbarten Farmen im ländlichen Alabama aufgewachsenen Cousins Randy Owen und Teddy Gentry musizierten bereits seit frühester Kindheit zusammen. 
1969 schloss man sich zur Band “Young Country” zusammen. Viele der Songs wurden übrigens von den Gruppenmitgliedern selbst geschrieben. Neben den Singles waren auch die Alben erfolgreich. Praktisch jede Veröffentlichung erreichte Gold- oder Platinstatus. 
In diesen Jahren wurde die Band mit Auszeichnungen buchstäblich überschüttet. So gewann man drei Mal hintereinander den begehrten CMA Award “Entertainer of the Year”. Noch häufiger wurde man zur “Group of the Year” (sowohl Instrumental als auch Gesang) gekürt.
Alan Jackson
Alan Jackson begeisterte sich von Kindheit an vor allem für Autos und Country-Musik. 
1979 heiratete er, wechselte immer wieder die Jobs und gründete die Band Dixie Steel, mit der er in der lokalen Clubszene auftrat. Bei der New Yorker Schallplattenfirma Arista Records erhielt Alan Jackson 1989 seinen ersten Vertrag. 
Nach einer mäßig erfolgreichen Single wurde 1990 das Album Here in the Real World veröffentlicht, das sich mehr als eine Million Mal verkaufte. Jedes von Jacksons folgenden Alben wurde mit Platin oder sogar mit mehrfachem Platin ausgezeichnet, und fast jede seiner Singles erreichte die Spitze der Country-Charts.
Weitere Formen der Country – Music Western Music Als „Cowboy-“ oder „Western Music“ wird eine Musikrichtung bezeichnet, die – romantisch verklärt – die Eroberung des amerikanischen Westens und das Leben der Cowboys zum Inhalt hat. Sie hatte ihren Höhepunkt während der 1930er und 1940er-Jahre, wichtige Vertreter waren Roy Rogers, Gene Autry Tex Ritter, Tex Fletcher und die Sons of the Pioneers.
 
Typisch für die Western Music ist neben Gitarre und Fiddle auch das Akkordeon, daneben oft mehrstimmiger Harmoniegesang. In der Cowboymusik wird die Weite der Landschaft und der Alltag in der Prärie, insbesondere die Bindung an die Pferde besungen.
Western Swing
Der Western Swing wurde in den 1930er-Jahren von Bob Wills entwickelt; er geht auf die Saloon-Musik der „Western“-Städte zurück, bei der sich die Siedler vom Alltag ablenkten. Durch Integration von Jazz-Elementen und Hinzunahme von weiteren Instrumenten entstand eine lebhafte, tanzbare Musik, die insbesondere in den großen Dance Halls von Texas und Oklahoma populär war. 
Der Western Swing gehörte zu den wichtigen Stilrichtungen der Country-Musik, hat aber seit Ende der 1940er-Jahre an Bedeutung verloren. Moderne Vertreter des Western Swing sind unter anderem Asleep At The Wheel, Suzy Bogguss und Michael Martin Murphey.
Outlaw
Wie der Name schon sagt – die Außenseiter (Bzw. die Geächteten) 
Einige Stars, allen voran Waylon Jennings, Willie Nelson , Johnny Cash und Kris Kristofferson auch als The Highwaymen bekannt. Seit den 1980er-Jahren überwiegen kantig-rockige Titel, eigenwillige Texte und nicht selten rauhe Stimmen. 
Typische Vertreter sind Hank Williams, Jr., Steve Earle, Charlie Daniels oder die Kentucky Headhunters. Sie alle gelten als die Pioniere des modernen Country-Rock und werden der traditionsverhafteten Southern-Rock-Szene zugerechnet, die im Vorfeld der Country-Musik nahe an den Wurzel der Rockmusik angesiedelt ist (Roots Rock, Traditional Blues und Rock ’n’ Roll) und in der sich auch Bands wie Lynyrd Skynyrd oder Interpreten wie John Fogerty bewegen.
Rockabilly
Rockabilly war die erste rein weiße Spielart des Rock ’n’ Roll und entstand, als junge weiße Musiker den schwarzen Rhythm & Blues interpretierten und mit Countryelementen vermischten. 
Der Boom dieser Musik beschränkte sich auf die amerikanischen Südstaaten und auf die Zeit etwa zwischen 1954 und 1957. Merkmale sind sparsame Besetzung mit Kontrabass, der perkussiv gespielt wird, elektrische Leadgitarre und nervöser „Schluckaufgesang“. 
Häufig wird ein Band-Echo verwendet, was dem Rockabilly einen blubbernden Groove verleiht. Typische Vertreter dieser Stilrichtung waren neben dem frühen Elvis Presley auch Carl Perkins, Eddie Cochran und Gene Vincent. 
Die Rockabilly-Musik erlebte ein Revival in der Country-Musik der 1990er-Jahre, stark vertreten ist sie in der Musik von Billy Ray Cyrus und Carlene Carter. Wichtige Vertreter des gesetzteren Country-Blues sind Travis Tritt, Lee Roy Parnell und Wynonna Judd, die aus dem Countryduo The Judds hervorging.
Country-Rock
Der Country-Rock verbindet die oben genannten Musikgattungen des Outlaw und Southern Rock mit Rockabilly und traditionellem Blues. 
Vom reinen Roots Rock unterscheidet ihn nur die musikalische Aufbereitung wie glatter Sound, eingängige Rhythmen und Einbindung typischer Country-Instrumente wie Fiddles und Steel-Guitars neben diversen E-Gitarren. 
Stark behaupten konnte sich der Rock in der modernen Line-Dance-Szene, die in innigem Austausch mit dem Country-Mainstream steht; auch der neotraditionelle Honky Tonk wurde teilweise vom Country-Rock beeinflusst. 
Bekannte Interpreten sind beispielsweise Alabama, Linda Ronstadt. 
Die moderne Country-Musik (New Country) der Hitparaden ist teilweise stark mit Rockelementen angereichert, Im Umkreis des Country-Rocks bewegen sich neben den bereits unter Outlaw und Rockabilly erwähnten Interpreten auch Bands wie die Eagles, die Dire Straits oder die stark vom Southern Rock beeinflusste Nitty Gritty Dirt Band.
Tex-Mex
In den USA verbreitet im Südwesten und in Texas. Wird auch als Norteño oder Tejano bezeichnet. 
Die Bands benutzen hauptsächlich dreireihige Akkordeons und „Bajo-Sextos“, wie der 6-saitige Bass bezeichnet wird. In den USA gibt es eine Reihe bekannter Tex-Mex Stars wie Freddy Fender, Flaco Jiménez, und dessen Bruder, Santiago Jiménez, Janie C. Ramírez und viele andere, vorwiegend Gruppen, die als Conjuntos bezeichnet werden. 
Die Musik besteht vorwiegend aus Balladen, Polkas, Boleros und Rancheras. Aus dem Tex-Mex-Umfeld stammen auch einige bekannte Neo-Traditionalisten, wie etwa Rick Trevino, Johnny Rodriguez oder der in beiden Welten beheimatete Emilio Navaira.
Cajun-Musik
Die von Harmonikas und Fiddeln geprägte Volksmusik der französischen Einwanderer im Südstaat Louisiana vermischte sich zunehmend mit der Country-Musik der umliegenden Staaten und wurde zu einer wichtigen Stilrichtung innerhalb der traditionellen Country-Musik. Bekannte Vertreter sind Jimmy C. Newman, Jo-El Sonnier . 
Der Country-Sänger Eddy Raven nahm viele Songs im Cajun-Sound auf. Mehrere Country-Hits der 1990er-Jahre sind im Cajun-Stil gehalten, beispielsweise Callin’ Baton Rouge von Garth Brooks oder Down at the Twist and Shout von Mary Chapin Carpenter. 
Country Gospel Er gehört zu den ältesten Stilrichtungen der Country-Musik. Wichtigstes Merkmal sind die religiösen Inhalte und die einfach gehaltenen Arrangements. 
Den aus dem schwarzen Gospel bekannten Chorgesang gibt es in der Country-Variante nicht. Stattdessen wird häufig ein mehrstimmiger Satzgesang verwendet, der oft durch einen tiefen und prägnanten Bass ergänzt wird. 
Typische Vertreter sind die Statler Brothers und die Oak Ridge Boys.
Country- Pop
Diese Stilrichtung ist eine „weiche“, an Popmusik orientierte Seite der Country-Musik, die je nach Mode mehr oder weniger in den Vordergrund tritt. Beispiele sind unter anderem der Nashville Sound, der Ende der 1950er bis weit in die 1960er die kommerzielle Country-Musik-Produktion bestimmte. In den 1970er-Jahren wurden Country-Songs immer mehr auch in den Pop-Charts gespielt (z. B. Dolly Parton oder John Denver) oder Popmusiker nahmen Country-Songs auf. 
Diese Tradition wurde in den 1980er-Jahren fortgeführt; Beispiele hierfür sind Kenny Rogers, Don Williams, Conway Twitty, Crystal Gayle, Janie Fricke, Lee Greenwood oder Ronnie Milsap. 
Einige weibliche Interpreten, die während der 1990er-Jahre stark vom Neo-Traditionalismus geprägt waren, wandten sich später verstärkt dem Country- aber auch dem Mainstream-Pop zu (Shania Twain, Faith Hill, LeAnn Rimes) Neo-Traditionalisten wie Tim McGraw, Collin Raye oder Trisha Yearwood versuchten sich zeitweise im Country-Pop, mit dem die führenden Plattenfirmen um das Jahr 2000 im Rahmen einer finanziell bedingten Crossover-Strategie auch die amerikanischen Pop-Stationen mitbedienen wollten. 
Mit Ausnahme weniger Erfolge scheiterte die Strategie jedoch an den Hörgewohnheiten des Publikums, die meisten Künstler kehrten in ihr Genre zurück. Heute teilen sich die Countrycharts streng in traditionelle und eher poporientierte Interpreten.